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Gedenktag zur 300. Kirchenweihe in Schallfeld

Im Oktober kommt noch der Weihbischof Paul Reder in die Gemeinde.

Mit einer Vorabendmesse in der Schallfelder St.-Ägidius-Kirche wurde am Samstag, 22.August, das 300-jährige Jubiläum der Kirchenweihe gefeiert. Pfarrer Andreas Engert zelebrierte den Gottesdienst, an den sich ein Lobpreis und Komplet, das kirchliche Nachtgebet, anschlossen.

In seiner Predigt ging Engert zunächst der Herkunft des Begriffs „Jubiläum“ auf den Grund. Das Wort leitet sich vom hebräischen „Jobel“ ab und hat seinen Ursprung im Judentum. Von dort wurde der Begriff von den Christen übernommen. Im Jahr 1300 wurde erstmals ein Heiliges Jahr als Jubiläumsjahr gefeiert.

Engert stellte anschließend die Frage: „Brauchen wir eine Kirche?“ Seine Antwort war eindeutig: "Ja." Zum christlichen Glauben gehöre die Gemeinschaft – und dafür brauche es auch einen Ort der Begegnung wie
das Gotteshaus. Die Kirche sei weit mehr als nur ein Gebäude. Sie sei Haus Gottes, Treffpunkt und Zufluchtsort. Gerade in Zeiten von Gefahren und Katastrophen werde sie häufig zum Mittelpunkt der Gemeinschaft und bei Gedenkgottesdiensten nicht selten bis auf den letzten Platz gefüllt. Für viele Menschen sei die Kirche zudem ein Ort, an dem sie ihre Sorgen, Nöte und ihre Hilflosigkeit vor Gott bringen könnten. Sie sei ein Ort der Verkündigung des Evangeliums, der Frohen Botschaft und der Eucharistiefeier.

Für die musikalische Gestaltung des Lobpreises sorgten Lucas Schmitt (Gesang), Florian Schmitt (Klavier) und Julia Mößlein (Flöte). Der Kirchenraum war zusätzlich stimmungsvoll beleuchtet.Trotz Ferienzeit, einer Hochzeit und weiterer Veranstaltungen waren rund 55 Gläubige zum Jubiläumsgottesdienst gekommen. Und offenbar sollte der Abend nicht ganz ohne ein besonderes Finale enden: Gegen 22 Uhr beendete ein privates Feuerwerk den Schallfelder Jubeltag, sozusagen mit einem himmlischen Gruß zum 300-jährigen Jubiläum.

Am Samstag, 3.Oktober, wird Weihbischof Paul Reder um 10.30 Uhr den Festgottesdienst in der St.-Ägidius-Kirche zelebrieren. Anschließend sind alle zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Am Nachmittag gestaltet der Frauenchor um 14 Uhr eine Andacht. Danach gibt es Kaffee und Kuchen. (lr)

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